EU-Jugenddialog am BORG
Was hat die Europäische Union mit mir zu tun?
Am Vormittag des 17. 12. fanden sich die vier sechsten Klassen (a-d) im Festsaal ein, um an einer Diskussionsveranstaltung im innovativen Format teilzunehmen. Benedikt Weingartner vom Haus der Europäischen Union in Wien hatte im Vorfeld Kontakt mit interessierten und couragierten Schülerinnen und Schülern aufgenommen und gemeinsam wurden Themen ausgewählt. Am Podium eröffneten diese Schüler:innen den Dialog mit einem persönlichen Statement. Dieses wurde von Adina Hoffmann-Reumüller, welche die Interessen der Europäischen Kommission in Österreich vertritt, kommentiert und sachkundig ergänzt. Im Anschluss hatten alle anwesenden Schüler:innen die Möglichkeit, ihre Meinung darzulegen.
Anna Reimair zeigte die Chancen und die Vielfalt des Programms Erasmus+ auf, während Cécile Martin und Tamara Bürgler die (lose) Verbindung zwischen der Sozialpolitik der Nationalstaaten und den Bemühungen der EU beleuchteten und darüber hinaus auf die Gefahren durch Cybermobbing eingingen. Die Brisanz dieses Themas zeigte sich insofern, als es von den anwesenden Schüler:innen im Publikum sehr lebhaft und kontrovers diskutiert wurde. Den Abschluss bildeten die Redebeiträge von Ajla Murati und Lenz Krösbacher, die sich der komplexen Frage „Demokratie und Rechtsstaatlichkeit“ widmeten.
Am Nachmittag nahmen Sara Bürgler, Max Daurer, Heidi Förg, Marlon Tabernig und Natalia Wolinska am Podium und die Schüler:innen der 8a-d im Publikum Platz. Sara Bürgler legte ihre Gedanken zur Migrationspolitik der EU dar und Natalia Wolinska sowie Heidi Förg diskutierten Chancen und Gefahren der Künstlichen Intelligenz. Marlon Tabernig und Max Daurer vertraten bezüglich der Sicherheitspolitik der EU und der Frage, ob die europäischen Länder zur Aufrüstung gezwungen seien, durchaus unterschiedliche Standpunkte und belebten somit die Diskussion.
In ihren Abschlussstatements wurde deutlich, dass den Schüler:innen die Bedeutung der EU für ihr privates Leben bewusst ist und sie ihre Vorzüge sehr schätzen. Sie haben aber auch im Blick, dass ein geeintes, demokratisches Europa weltpolitisch bereits jetzt vor großen Herausforderungen steht, die sich in den kommenden Jahren und Jahrzehnten vermutlich noch zuspitzen werden. Sich für die Stärkung der EU zu engagieren, erleben sie als wichtige Aufgabe – und im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung aus erster Hand Informationen über verschiedene Vorhaben der EU zu erhalten und sich intensiv auszutauschen, ist mit Sicherheit ein erster Schritt in diese Richtung.
Bettina Harandi-Riedmann, Lehrerin für Geschichte und Politische Bildung
Fotos: EU-Jugenddialog #Europa4me