Astronacht der Universität Innsbruck

23. Januar 2026

Ein eindrucksvoller Blick in den Nachthimmel

Am 13.01.2026 nahmen die Schülerinnen und Schüler des Natur- und Technik-Zweigs an der sogenannten Astronacht der Universität Innsbruck teil. Dabei standen uns neben zwei Spiegelteleskopen auch ein Smart-Teleskop zur Verfügung, mit dem wir mithilfe unserer Handys eigene Aufnahmen machen konnten.

Trotz eines leicht verschleierten Abendhimmels und einer benachbarten Großbaustelle gelang es uns, Saturn – dessen Ringe gerade noch erkennbar waren – sowie Jupiter zu beobachten. Mithilfe des Spiegelteleskops konnten wir außerdem die vier galileischen Monde Io, Europa, Ganymed und Kallisto klar auflösen.

Neben den Himmelsbeobachtungen erzählten uns die Physiker spannende Geschichten zu verschiedenen Sternbildern. So erfuhren wir mehr über die Zwillinge Castor und Pollux, den Stier, das markante „Himmels-W“ der Cassiopeia sowie über das Sternbild Orion, in dem der rote Überriese Betelgeuse besonders hervorsticht. Diese Sternbilder konnten wir anschließend selbst am Nachthimmel wiederfinden und genauer betrachten.

Darüber hinaus beobachteten wir den Sternhaufen Chi Persei sowie den Krebsnebel – ein Überbleibsel einer Supernova, die im Jahr 1054 den Himmel erhellte und bereits von chinesischen Astronomen dokumentiert wurde. Auch der unter Astronomen äußerst beliebte Orionnebel stand auf unserer Beobachtungsliste. Er ist unter guten Bedingungen der einzige Emissionsnebel, der mit bloßem Auge sichtbar ist und dient der Forschung zur Untersuchung der Sternentstehung.

Ein weiteres Highlight war der Blick auf entfernte Galaxien: die Andromedagalaxie, die größte und unserer Milchstraße nächste Galaxie der Lokalen Gruppe, sowie die spiralförmig strukturierte Galaxie M33, die drittgrößte Galaxie dieser Gruppe. Die Andromedagalaxie ist zudem das am weitesten entfernte Objekt, das bei guten Sichtbedingungen noch mit freiem Auge erkennbar ist.

In diesem Jahr zeigten uns die Physiker außerdem eine Nebelkammer, mit deren Hilfe sich Alpha- und Beta-Strahlung sichtbar machen lässt – ein faszinierender Einblick in die Teilchenphysik.

Wir danken dem Team der Astronacht der Universität Innsbruck sowie Herrn Dr. Emmerich Kneringer herzlich für die eindrucksvolle und lehrreiche Führung durch den Sternenhimmel.

Bericht: Prof. Hannes Hörl